Presse

Auf dieser Seite finden sich Presseinformationen und Presseerklärungen der Akademie Solidarische Ökonomie.

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Christoph Ecken
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Norbert Bernholt (Geschäftsführer)
Am Butterberg 16
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PresseErklärung
Heidelberg/Lüneburg, 18. September 2019

„Fridays for Future“-Bewegung ist auf dem richtigen Weg

Die Akademie Solidarische Ökonomie begrüßt und unterstützt alle durch „Fridays for Future“ angeregten Aktivitäten für den globalen Klimastreik am 20. September, die eine Reduzierung der Klimaerwärmung zum Ziel haben. Es ist allgemein anerkannt, dass der Konsum in Deutschland, übertragen auf die ganze Welt, zwei bis drei Planeten für die Ver- und Entsorgung benötigen würde. Das widerspricht diametral dem Kategorischen Imperativ nach Immanuel Kant. Wir sind überzeugt, dass das Übereinkommen der UN-Klimakonferenz in Paris von 2015, das die Begrenzung der menschengemachten globa-len Erwärmung auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten verbindlich fordert, eine grundsätzliche Änderung unserer Konsum- und Wirtschaftsweise verlangt, die unter einem systemischen Wachstumszwang steht.

Wir schlagen der „Fridays for Future“-Bewegung vor, ihr Forderungsprogramm durch folgende Punkte zu ergänzen:

1.)  Statt die Rüstungsausgaben bis zum Zweiprozent-Ziel der Nato zu erhöhen, neue Anstregungen zu internationaler Abrüstung zu unternehmen.

2.)  Einen Stopp langfristiger Investitionen, die das Paris-Abkommen gefährden.

3.)  Änderung der Handelsverträge hin zu eigenständiger nachhaltiger Entwicklung der jeweiligen Volkswirtschaften. Aktuell gilt dies für den Handelsvertrag der Europäischen Union mit den Mercosur-Staaten.

4.)  Einberufung eines „Runden Tisches Nachhaltige Entwicklung“ mit qualifizierten Nichtregierungs-Organisationen zur Erarbeitung von Konzepten einer „Großen Transformation“. Sie soll Wege aufzeigen von einer ausschließlich rendite-getriebenen und deshalb zum Wachstum gezwungenen Wirtschaft, die soziale Differenzen auf allen Ebenen immer nur verstärkt, hin zu einer Solidarische Ökonomie, die sich am globalen Gemeinwohl orientiert.

Wir wollen Antwort geben können auf die Frage der Generation unserer Kinder und Enkel: Was habt ihr unternommen, um der Zerstörung unseres Planeten Einhalt zu gebieten? Ausreden zählen längst nicht mehr, denn die Fakten der globalen Umweltzerstörung sind für alle klar erkennbar.

Es gibt Alternativen – ein Wirtschaftsweg in eine klimafreundliche Zukunft

Selbstverständlich gibt es auch zu einer kapitalistischen Wirtschaft und Gesellschaft Alternativen. Die Akademie solidarische Akademie hat dazu den Entwurf einer solidarischen Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. Mit einigen, recht einfachen ökonomischen Stellschrauben wäre eine neue, gerechtere, sozialere und ökologischere Gesellschaft möglich.

Dieser Entwurf fordert, dass die Wirtschaft wieder dem Menschen dient. Die Befriedigung der Bedürfnisse aller Menschen, und nicht die Mehrung von Profit und Kapitals bei nur Wenigen ist das Ziel dieser Wirtschaftsweise. Dieses Ziel ist dann erreichbar, wenn wir erkennen, dass die Gewinnorientierung der Wirtschaft und soziale und ökologische Nachhaltigkeit nicht miteinander vereinbar sind.

Presseerklärung zu „Fridays for Future“ als pdf-Dokument:
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PresseErklärung
Lüneburg, 5. Mai 2019

Zumeldung zu den Äußerungen von Kevin Kühnert in der ZEIT vom 1. Mai 2019

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert stellt endlich die richtigen Fragen

In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ hat der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert ungewöhnlich kritische Fragen zu unserer Wirtschaftsweise formuliert. Im Kern stellen diese Fragen unsere Wirtschaftsweise insgesamt in Frage – zu Recht, wie die Akademie Solidarische Ökonomie findet. In ihren Arbeiten und Publikationen geht die Akademie von ähnlichen Fragen aus – und kommt zu recht konkreten Antworten, wie angesichts allgegenwärtiger Klima-, Wirtschafts- und Sozialkrisen eine zeitgemäße solidarische Gesellschaft aussehen könnte.  

Presseerklärung_Zumeldung_Akademie Solidarische Akademie zu Kevin Kühnerts Thesen_2019_05_05